Bosporus

Bosporus

Bosporus

Früher wurde der Bosporus auch als "Straße von Konstantinopel" bezeichnet. Die Meerenge verbindet das Schwarze Meer mit dem Marmarameer. Da der Bosporus den Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres, wie Russland, Rumänien und Bulgarien den Zugang zum Mittelmeer ermöglicht, gilt er als wichtige Wasserstraße. Pro Jahr durchqueren mehr als 5.000 Öltanker den Bosporus. Für die Kapitäne bedeutet eine Durchquerung der Wasserstraße eine wirkliche Herausforderung, denn neben einem hohen Tankeraufkommen kreuzen auch zahlreiche Fähren den Weg. Seit dem Vertrag von Monteux aus dem Jahr 1936 ist Schiffen aller Nationen eine Fahrt durch die Meerenge erlaubt.

Heftige und Strömungen und Winde herrschen am Bosporus

Die Meerenge ist 32 Kilometer lang und bis zu zweieinhalb Kilometer breit. Im Bosporus herrschen oft heftige Strömungen und Wirbel. Aus dem Schwarzen Meer fließt besonders salzhaltiges Wasser in das Mittelmeer und sorgt für einen sehr kräftigen Oberstrom, während sich in rund 40 Meter Tiefe ein schwacher Unterstrom in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Dazu kommen sehr starke Winde, die die Strömungsgeschwindigkeiten oft noch erhöhen.

Der Name Bosporus bedeutet Kuh- oder Rinderfurt und der Sage nach hat die Kuh Io auf ihrer Flucht den Bosporus durchquert. Auch in antiken Sagen findet der Bosporus Erwähnung. So musste der griechische Held Jason mit seinen Argonauten auf der Suche nach dem Goldenen Vlies zwei mythologische Felseninseln passieren, die an der Einmündung des Bosporus lagen.

Bosporus Rundfahrt

Bosporus Rundfahrt

Istanbul ist durch die Lage am Bosporus geprägt. Zwei Brücken über die Meerenge verbinden den europäischen und den asiatischen Teil der Stadt. 1973 wurde die erste den Bosporus überspannende Hängebrücke eröffnet.

Am Ende des Bosporus liegt das Goldene Horn, die Hafenbucht Istanbuls. Die mehr als sieben Kilometer lange Bucht war zu Zeiten der byzantinischen Herrschaft der wichtigste Hafen der Stadt und wurde durch eine große Kette gesichert. Auf der Halbinsel am Goldenen Horn stand der prunkvolle Kaiserpalast. Einreisenden Seeleuten sollte so gleich der unermessliche Reichtum zur Schau gestellt werden.

Persönlicher Tipp

Der Bosporus und das Marmarameet lässt sich ideal von den zahlreichen Fährschiffen erkunden. Ein spezielles Touristenschiff ist dabei nicht unbedingt nötig. Auch mit den regulären Fährschiffen können Sie zahlreiche Ecken gut und günstig erreichen.

Anzeige